Cantus hat auch in der Herbsttournee 2008 in der Schweiz wieder überzeugt und begeistert. Lesen Sie die Presseberichte... Solokonzerte und Gemeinschaftsauftritte mit den Zürcher Vokalisten und dem Horwer Organisten Martin Heini waren für alle tiefe Erlebnisse. Nächste Rendez-vous: Masterclass in Uschgorod im Mai, Singwoche mit Cantus in der Ukraine im Sommer 2010, Workshop in Melchtal im Oktober >>> (Flyer Melchtal)
Singwochen in Transkarpatien
Nächste Reise: 23.7.-3.8.2010, mit fakultativem Anschlussprogramm nach Lemberg/Lviv Information und Anmeldung >>> (3 mb) Anmeldefrist: 15.3.2010
Masterclass mit Cantus in Uschgorod, 3.- 9. Mai 2010
In fünf Tagen intensiver Proben in Uschgorod soll die Liturgie von Tschaikovsky gemeinsam mit Cantus einstudiert und zum Abschluss konzertant aufgeführt werden. Flyer >>> Anmeldefrist: 31.1.2010
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Cantus ist stark in seiner Heimat Transkarpatien verwurzelt, in der sich, symbolträchtig, das geografische Zentrum Europas befindet. Dieses Gebiet gehört heute zur Ukraine, liegt aber näher zu Budapest, Bratislava und Wien als zu Kiew; entsprechend vielfältig sind die kulturellen Einflüsse. Dies macht sich im Ausdruck des Chores bemerkbar.
Tourneedaten von 2010 demnächst hier....! Aktuelle Informationen bei der Geschäftsstelle von NeSTU mail
Tournee 2008
Die Tournee ist vorüber, Cantus wieder im heimatlichen Uschgorod, aber die phantastischen Eindrücke leben weiter. Demnächst an dieser Stelle ein ausführlicher Bericht zu den Konzerten: Soloauftritte von Cantus, Gemeinschaftskonzerte mit Martin Heini (Orgel) und den Zürcher Vokalisten.
Hier einige Pressereaktionen:
Neue Zürcher Zeitung (Konzerte mit den Zürcher Vokalisten und Martin Heini) >>> (pdf 50kb)
Tagesanzeiger (ebenso) >>> (pdf 270kb)
Landbote >>> (pdf 600kb)
Mittellandzeitung (Konzert St. Urban)>>> (pdf 800kb)
Neue Luzerner Zeitung (Konzert Stans) >>> (pdf 2,5MB)
Von der Schweiz-Tournee Oktober 2006:
Bericht aus dem Boten der Urschweiz, Montag, 16. Oktober '06
>>> (pdf 200kb)
Bericht aus der Aargauer Zeitung, 24.10.06
>>>(pdf 300kb)
Nach dem phantastischen Konzert in der Klosterkirche St.Urban, Willisauer Bote vom 31.10.'6
>>> (pdf 3,5mb)
Zürichsee-Zeitung 1.11.'06
>>> (pdf 730kb)
St. Galler Tagblatt, 4.11.'06
>>>(pdf 12kb)
Aktuell: CD-Aufnahmen in Uschgorod!
Ende März 2007 hat Cantus den "Versiegelten Engel" von Rodion Shchedrin aufgenommen. Die neue CD kann beim Sekretariat von NeSTU bestellt werden!
Den Versiegelten Engel verfasste Shchedrin anlässlich des 1000jährigen Jubiläums der Christianisierung Russlands (1988). Unter dem kommunistischen Regime konnte der Komponist seinem Glauben nicht Ausdruck verleihen. So griff er in den ersten Jahren der „Perestrojka“ zu einer List: er erfüllte sich den lange gehegten Traum, eine orthodoxe Liturgie in der staatlich unterdrückten Tradition der Vespern Tschaikowskys und Rachmaninovs zu schreiben, gab ihr aber den Titel einer beliebten Erzählung des für das sowjetische Kulturerbe reklamierten Tolstoi-Zeitgenossen Nikolaj Leskow. „Der versiegelte Engel“ feiert in glühenden Farben die Widerstandskraft des Menschen.
Geschichte
Emil Sokach hat Cantus vor knapp zwanzig Jahren, unmittelbar nach Abschluss des Kiewer Konservatoriums, gegründet. Zwei Jahrzehnte täglicher Proben, mehrere Tausend Konzerte und höchste künstlerische Ansprüche tragen heute ihre Früchte. Eine regelmässige Zusammenarbeit mit den Bamberger Symphonikern, Auftritte an den Salzburger Festspielen und dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival sowie Tourneen in Europa und den USA zeugen davon.
Cantus ist ein vielseitiges Ensemble, dass sich zunächst intensiv mit dem zu Zeiten der Sowjetunion vernachlässigten orthodoxen Chorgesang auseinandersetzte. Inzwischen ist das Repertoire sehr gross und umfasst, von Palestrina über Bach bis Schönberg auch grosse Teile der abendländischen Chorliteratur. Dazu hat der Chordirigent Hans Michael Beuerle (Bach-Chor und Webern-Chor Freiburg i.Br.) einiges beigetragen, der auf Wunsch von Cantus vor zwei Jahren in Uschgorod eine Bachakademie leitete.
Besonders engagiert sich Cantus für neue ukrainische und osteuropäische Chorliteratur. Anlässlich des Festivals für Zeitgenössische Geistliche Musik in Uschgorod, einer Initiative des Chors, kommt es regelmässig zu Uraufführungen.
Festival in Uschgorod
Mit zwei Uraufführungen zeitgenössischer ukrainischer Chorwerke hat der Kammerchor Cantus am 5. Mai 2006 sein 4. Festival für Zeitgenössische Musik in Uschgorod
abgeschlossen. Insbesondere die Symphonie für Chor a-cappella des jungen Oleksandr Schetinsky ist ein äusserst dichtes, anspruchsvolles und tief berührendes Werk, an dem Cantus während mehreren Monaten gearbeitet hat.. Die Uraufführung in der Uschgoroder Philharmonie wurde vom Publikum mit einer stehenden Ovation akklamiert.
Das Festivalprogramm (pdf 25kb)
Geschichte
Alle Mitglieder des Chores haben eine mehrjährige Gesangsausbildung absolviert, die meisten auch als Solisten. Seit 1992 ist Cantus ein professionelles Ensemble, d.h. dass der Chorgesang der hauptsächliche Lebenserwerb der SängerInnen ist. Dies ist angesichts der anhaltenden Krise in der Ukraine ein Kunststück. Täglich ab zehn Uhr morgens wird geprobt, der Chor gibt 100 bis 120 Konzerte im Jahr. Ausser den regelmässigen Auftritten in der Ukraine gastierte das Ensemble in Österreich, Italien, Ungarn, Slowakei, Frankreich, England, Deutschland... In der Schweiz hat Cantus seit 1999 etwa 75 Konzerte gegeben.
Radiomitschnitte wurden auf DRS 1 und DRS 2 ausgestrahlt.
Zu Beginn seiner professionellen Karriere machte sich Cantus mit der Teilnahme an internationalen Chorwettbewerben einen Namen. An der Béla-Bartòk Competition in Debrecen errang der Chor bereits 1990 den dritten Platz der Kammerchöre, am italienischen Festival "Guido d'Arezzo" 1991 den vierten Rang sowie in den Jahren 1990, 1992 und 1994 jeweils den ersten Rang am internationalen Chorfestival in Pecs (Ungarn).
Schon früh setzte sich Cantus mit abendländischer Chorliteratur auseinander. Werke von Mozart, Schubert, Bach wurden dem einheimischen Publikum präsentiert
Nach den Aufnahmen weltlicher und geistlicher Chorliteratur aus dem osteuropäischen Raum begann Chorleiter Emil Sokach in der zweiten Hälfte der 90-Jahre vermehrt auch zeitgenössische Werke zu studieren.
1999 nahm Cantus am Internationalen Festival Zeitgenössischer Chormusik in Rotenburg/Wümme (Deutschland) teil. Darauf folgten Einladungen nach Frankreich und eine Reihe von Konzerten mit zeitgenössischen Werken in der Champagne und den Pyrenäen.
Festival für Zeitgenössische Geistliche Musik - Uschgorod
In den Jahren 2001 und 2003 initiierte und organisierte Cantus in Zusammenarbeit mit dem Pianisten Joszef Örmenyi (Lemberg) sein eigenes "Festival Zeitgenössischer Geistlicher Musik" in Uschgorod und interpretierte unter anderem Werke von Arvo Pärt, Andrzej Nikodemovicz, John Tavener, Alfred Schnittke. Das Festival findet mehr und mehr nationale Bedeutung und Uschgorod erwacht aus der musikalischen Provinzialität. Im April 2004 hat Cantus unter der Leitung des Schweizer Dirigenten Simon Camartin Werke von Andrzej Nikodemoviczs und Yuri Laniuks uraufgeführt.
Bach-Akademien
In Zusammenarbeit mit Hans Michael Beuerle (Leiter des Bach-Chors und des Anton-Webern-Chors, Freiburg i.Br.) hat Cantus schon drei Projekte in Uschgorod durchgeführt. Im September 2003 wurden am Abschlusskonzert einer einwöchigen Masterclass a-cappella-Werke von Schönberg, Brahms, Schütz und Bach-Motetten aufgeführt. Im Vorfeld des Uschgoroder Festivals von 2004 organisierte Cantus mit Herrn Beuerle eine internationale Bach-Akademie. Zum Abschluss wurde vor begeistertem Publikum die Johannes-Passion aufgeführt. Im September 2005 kam Hans Michael Beuerle erneut für eine ausschliesslich Cantus gewidmete Masterclass nach Uschgorod.
Internationale Projekte
Die konsequente und vielseitige künstlerische Tätigkeit von Cantus findet inzwischen auch international Beachtung. Im Sommer 2004 wurde Cantus vom Schleswig-Holstein-Musik-Festival (SHMF)eingeladen, um gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern das Requiem von Ligeti aufzuführen. Die Konzerte unter der Leitung von Jonathan Nott fanden in Bamberg, Hamburg und an den Salzburger Festspielen statt.
Im Frühjahr 2005 trat der Kammerchor Cantus während drei Wochen in den US-Teilstaaten Oregon und Washington auf.
Aufgrund des Aufsehens, das die erste Beteiligung von Cantus am SHMF auslöste, hatte Cantus im August 2005 auch Gelegenheit, sein ukrainisches Repertoire in einem exklusiven Chorkonzert vorzustellen. Die Zusammenarbeit mit den Bamberger Symphonikern wurde bei der Gelegenheit ebenfalls fortgesetzt. Für die Aufführung der Madruga von Nodaira wurde Emil Sokach die Einstudierung übertragen. An der Symphonie "Herr der Ringe" von Howard Shore sang Cantus als Bestandteil des SHMF-Festspielchors unter der Leitung von Terry Edwards.
Emil Sokach
wurde am 25. April 1959 in Uschgorod als Sohn eines Chorleiters geboren. 1978 Abschluss des Uschgoroder Musik-Gymnasiums, anschliessend Studium zum Chordirigenten an der Staatlichen Musikakademie Tschaikovsky in Kiew bei Professor Michaïlo Kretschko. Erfolgreiche Abschlussprüfung im Jahr 1983. Ab 1986 Lehrer für Gesang und Leiter des Schülerchors des Uschgoroder Musik-Gymnasiums. Seit 1992 ist Emil Sokach musikalischer Leiter und Dirigent des professionellen Kammerchors Cantus.
Emil Sokach ist verheiratet, er hat zwei Töchter und einen Sohn. Seine Frau Marianna ist Pianistin und unterrichtet am Uschgoroder Musik-Gymnasium.
Cantus und die Schweiz
Seit 1999 hat Cantus etwa 120 Konzerte in der Schweiz gegeben. Der ukrainische Kammerchor hat hier einen aktiven Freundeskreis. An manchen Orten beteiligen sich einheimische Chöre an den Konzerten. Sie erhalten so die grossartige Gelegenheit, mit einem Weltklasseensemble zu singen. Anlässlich der Tourneen finden auch Workshops für Schweizer Chorsänger- und sängerinnen statt. Seit 2001 reisen jährlich Liebhaber osteuropäischen Chorgesangs für eine Woche nach Transkarpatien, um mit dem Chor zu proben und die Heimat von Cantus kennenzulernen.
Auskunft und Kontakt zu Cantus:
Netzwerk Schweiz - Transkarpatien/Ukraine NeSTU, Geschäftsstelle Schweiz
Frau Annemarie Steiner, Schürmatte 2, 6204 Sempach, Tel. 041 460 23 48 E-Mail: info[at]nestu.org