Cantus-Uschgorod war im Herbst 2010 zu seiner siebten Tournee in der Schweiz. Etwa 3500 Konzertbesucher haben Cantus diesmal "erlebt" und sicher hallen die Klänge bei den allermeisten heute noch nach. Der Bericht von Annemarie Steiner, NeSTU, die Cantus während der Tournee begleitet hat >>>
2012: Masterclass in Uschgorod vom 16. - 22. April
Workshop mit Cantus im Melchtal, OW:
19. - 21. Oktober 2012
Infos bei der Geschäftsstelle von NeSTU
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Cantus ist stark in seiner Heimat Transkarpatien verwurzelt, in der sich, symbolträchtig, das geografische Zentrum Europas befindet. Dieses Gebiet gehört heute zur Ukraine, liegt aber näher zu Budapest, Bratislava und Wien als zu Kiew; entsprechend vielfältig sind die kulturellen Einflüsse. Dies macht sich im Ausdruck des Chores bemerkbar.
Tournee von 2010 - Presserückschau
Neue Luzerner Zeitung vom 3. November 2010: Ideales Zusammenspiel von Laien und Profis (Urs Mattenberger)
>>>(pdf 350kb)
Thurgauer
Tagblatt vom 7. November 2010: Fortissimo erschüttern Kirche >>>(pdf 2,4mb)
Abschlussbericht Cantus Tournee von Annemarie Steiner, NeSTU
Die 7. Schweizer Tournee von Cantus gehört der Vergangenheit an. Die Sängerinnen und Sänger sind direkt nach dem Abschlusskonzert in Amriswil nach Transkarpatien zurück gefahren. 12 Konzerte, wovon 4 Gemeinschaftskonzerte mit zwei unterschiedlichen Programmen, ein Chorfestival, 2 Gottesdienste (Liturgia Domestica von A. Gretchaninov mit Wolfgang Sieber an der Orgel der Hofkirche Luzern), ein dreitägiger Workshop mit 29 SängerInnen und ein Workshop für die Studenten der Musik Akademie Basel verlangten von den Sängerinnen und Sängern und vor allem von Emil Sokach sehr viel Energie.
Insgesamt haben ca 3300 Konzertbesucher Cantus gehört. Die Reaktionen waren durchwegs positiv. Der Organisator der Amriswiler Konzerte meinte im Anschluss an das Abschlusskonzert mit Cantus und Cantemus Weinfelden: „Es ist lange her, dass mich eine Aufführung zu Tränen gerührt hat!“ Und der Schweizer Botschafter in Kiev, Georg Zubler äusserte sich nach dem Konzert in der Augustinerkirche: „Cantus gehört zweifellos zu den besten Vokalensembles Europas“.
- Gemeinschaftskonzert mit dem G.F. Händelchor (60 SängerInnen!): „East meets west“, besser könnte man das Konzert nicht beschreiben. Bernstein und Rachmaninov, dazu die Erstaufführung des Requiem des Schweizer Komponisten Carl Rütti für Orgel und zwei Chöre zu Allerheiligen. Die Kirche in Horw sowie die Lukaskirche in Luzern waren gefüllt. Cantus konnte sein Können einem grossen Publikum vorstellen, was das Ziel dieses Gemeinschaftskonzertes war. Carl Rütti war an der Première in Horw anwesend und voll des Lobes für das Gemeinschaftsprojekt. Das Requiem war sehr anspruchsvoll: der Händelchor hat 40 Proben dafür investiert. Auch für den Organisten Martin Heini sowie für Cantus war dieses Werk eine grosse Herausforderung. Trotz der unterschiedlichen stimmlichen Voraussetzungen der beiden Chöre war das Requiem eine fast perfekte Synthese (Urs Mattenberger, Luzerner Zeitung)
- Cantus und cantemus Weinfelden: Höhepunkte orthodoxer und westlicher Kirchenmusik des 19./20. Jahrhunderts. Cantemus mit seinen ca 25 SängerInnen singen auf hohem Niveau und es kam zu einem bereichernden Austausch für Heinz Meyer und Emil Sokach. Auch hier wurden die Werke sehr sorgfälltig ausgesucht. Emil lobte Cantemus als besten Chor, mit dem er bis anhin in der Schweiz zusammen gearbeitet hat. In der Kirche von Amriswil waren gegen 500 Personen anwesend!
- Die Solokonzerte von Cantus waren der eigentliche Höhepunkt der Tournee. Ein abwechslungsreiches Programm mit alter und neuer östlicher Musik, welche die Herzen der Zuhörer berührte. Die Kollekten fielen dementsprechend gut aus. Workshop in Melchtal: Es waren 28 Teilnehmer angemeldet, 24 davon mit Übernachtung. Die Proben fanden in einem grossen Saal des ehemaligen Mädcheninternates statt. Auch hierbei herrschte eine sehr gute Stimmung unter den Teilnehmern. Ab und zu kamen Besuche wie Moana Labbate, Heinz Meyer und Margrit Leisibach. Beim Abschlussabend offerierte Cantus Lieder aus dem Repertoire, dazu eine von der Sopranistin Svieta gebackene Torte. Als der Vollmond hinter den Spitzen der Berge zum Vorschein kam, wurde es ruhig im Saal und alle schauten andächtig dem Naturschauspiel zu. Ein einmaliger Moment!
- Ein Workshopteilnehmer meinte: Manchmal glaubte ich, in Emil die Personifizierung der Musik vor mir zu haben. Z.B. wie er uns in der Probe durch die drei letzten Takte im Tebe pojem von Verbytskyi führte, hat mich jeweils tief emotional getroffen und wird unvergesslich bleiben.
- Zum Workshop für Studenten der Musikakademie Basel versammelten sich ca 20 angehende Chorleiter. Anhand von Beispielen zeigte Emil Sokach deutlich auf, wie sehr die politische Situation in der Ukraine sowie die Einflüsse der anliegenden Länder Einfluss auf die Entwicklung der ostslawischen Chormusik nahmen.
Diese Tournee war eine einzige Patchworkarbeit, welche sich zu einem imposanten Gefüge zusammen fand. Unzählige Personen engagierten sich bei der Vorbereitung an den verschiedenen Konzertorten, suchten Übernachtungsmöglichkeiten für Cantus, organisierten Konzerte, bereiteten Nachtessen vor, Führungen in der Schoggifabrik Maestrani und und und. Die Werbung wurde von vielen Cantusfreunden mitgetragen. Die Ausstrahlung des Interviews von Andreas Müller-Crepon mit Emil Sokach auf DRS 2 am Samstag bei Tourneebeginn war ebenfalls ein sehr guter Werbeträger.
Auf dieser Tournee hat das Netzwerk gespielt. Die Vorarbeiten, welche Jürgen Kräftner und Hans Lisibach in all den vergangenen Jahren geleistet haben, tragen heute ihre Früchte. An dieser Stelle danke ich allen ganz herzlich, die in irgendeiner Form zum Gelingen dieser Tournee beigetragen haben. NeSTU ist stolz darauf, Cantus als einen so wunderbaren Kulturträger aus Transkarpatien unterstützen zu dürfen.
Annemarie Steiner
Stimmen zur Cantus-Tournee 2010
«Der Kammerchor Cantus Uschgorod überzeugt nicht nur als hochkarätiger professioneller Kammerchor, sondern auch als hervorragenden Botschafter ostslawischer Kultur. Der künstlerische Leiter und Dirigent Emil Sokach ist ein profunder Kenner diese einzigartigen Kulturerbes, ein ebenso kompetenter Förderer Neuer Musik in der Ukraine und ein leidenschaftlicher Kommunikator, was er anlässlich eines Seminars an der Hochschule für Musik mit anschliessendem Konzert vor begeistertem Fachpublikum unter Beweis stellen konnte.»
Prof. Raphael Immoos, Hochschule für Musik Basel
«Was mich an Cantus neben seiner technischen Virtuosität, seinen dynamischen Möglichkeiten, seiner unglaublichen Intonationssicherheit tief beeindruckt, ja überwältigt, ist seine Piano-Kultur: Die Fähigkeit der SängerInnen, die Sonorität des Klangs auch im zartesten Pianissimo aufrechtzuerhalten oder Schlussakkorde quasi hinzuhauchen und gleichzeitig klanglich zu modulieren, zeugt von phantastischer Chor-Kunst und überragender musikalischer Souveränität.»
Peter Unternäher, Organist, Willisau
«Der Gesang von Cantus ist Schwingung, ist gelebte Musikalität und geht unter die Haut. Besonders fasziniert mich die Breite der Dynamik vom hauchigsten Pianissimo bis zum stärksten Fortissimo, die im Dienste der Interpretation richtig eingesetzt sind. Eindrücklich ist für mich auch der hohe technische Level des Chores, hinter dem harte Aufbauarbeit steht. Trotzdem wirken die Sängerinnen und Sänger locker und aufgestellt.»
Ruedi Zemp, Musiker, Stans
« Für uns war das Konzert mit Cantus ein radikales (im eigentlichen Sinn) Erlebnis. Dieser Chor ist ein Traum. Es ist lange her, dass wir einen derart phantastischen Chorgesang gehört haben.»
Pius Schwyzer, Willisau
«Ich erlebte das Ost-West-Konzert in der Lukaskirche in vollen Zügen und freute mich über die tolle Chorgemeinschaft, die gute Musik, die grosse Leistung aller Beteiligten. Auch Regierungsratspräsident Toni Schwingruber war ganz begeistert.
Ich gratuliere allen Mitwirkenden!»
Hans Moos
Urs Mattenberger, Neue Luzerner Zeitung vom 3. November 2010 zu Cantus:
«Die archaischen Klanggewebe von Rachmininows «Morgen- und Abendlob» wurden mit einer kristallenen Klarheit zu voller Stimmenpracht entfaltet, bei der von den schwarzen Bässen bis zum warm leuchtenden Sopran jede Stimme plastisch zur Geltung kam»
Begeistert äusserte sich auch Georg Zubler, Schweizer Botschafter in der Ukraine, nach dem Konzert in der Augustinerkirche Zürich: «Es war wunderbar. Der Besuch hat sich mehr als gelohnt. Cantus gehört zweifellos zu den besten Vokalensembles Europas. Danke allen für Beteiligten für das Engagement.»
Weitere Informationen bei der Geschäftsstelle von NeSTU mail
Tournee 2008
Die Tournee ist vorüber, Cantus wieder im heimatlichen Uschgorod, aber die phantastischen Eindrücke leben weiter. Demnächst an dieser Stelle ein ausführlicher Bericht zu den Konzerten: Soloauftritte von Cantus, Gemeinschaftskonzerte mit Martin Heini (Orgel) und den Zürcher Vokalisten.
Hier einige Pressereaktionen:
Neue Zürcher Zeitung (Konzerte mit den Zürcher Vokalisten und Martin Heini) >>> (pdf 50kb)
Tagesanzeiger (ebenso) >>> (pdf 270kb)
Landbote >>> (pdf 600kb)
Mittellandzeitung (Konzert St. Urban)>>> (pdf 800kb)
Neue Luzerner Zeitung (Konzert Stans) >>> (pdf 2,5MB)
Von der Schweiz-Tournee Oktober 2006:
Bericht aus dem Boten der Urschweiz, Montag, 16. Oktober '06
>>> (pdf 200kb)
Bericht aus der Aargauer Zeitung, 24.10.06
>>>(pdf 300kb)
Nach dem phantastischen Konzert in der Klosterkirche St.Urban, Willisauer Bote vom 31.10.'6
>>> (pdf 3,5mb)
Zürichsee-Zeitung 1.11.'06
>>> (pdf 730kb)
St. Galler Tagblatt, 4.11.'06
>>>(pdf 12kb)
CD: Der Versiegelte Engel von Shchedrin
Ende März 2007 hat Cantus den "Versiegelten Engel" von Rodion Shchedrin aufgenommen. Die neue CD kann beim Sekretariat von NeSTU bestellt werden!
Den Versiegelten Engel verfasste Shchedrin anlässlich des 1000jährigen Jubiläums der Christianisierung Russlands (1988). Unter dem kommunistischen Regime konnte der Komponist seinem Glauben nicht Ausdruck verleihen. So griff er in den ersten Jahren der „Perestrojka“ zu einer List: er erfüllte sich den lange gehegten Traum, eine orthodoxe Liturgie in der staatlich unterdrückten Tradition der Vespern Tschaikowskys und Rachmaninovs zu schreiben, gab ihr aber den Titel einer beliebten Erzählung des für das sowjetische Kulturerbe reklamierten Tolstoi-Zeitgenossen Nikolaj Leskow. „Der versiegelte Engel“ feiert in glühenden Farben die Widerstandskraft des Menschen.
Geschichte
Emil Sokach hat Cantus vor knapp zwanzig Jahren, unmittelbar nach Abschluss des Kiewer Konservatoriums, gegründet. Zwei Jahrzehnte täglicher Proben, mehrere Tausend Konzerte und höchste künstlerische Ansprüche tragen heute ihre Früchte. Eine regelmässige Zusammenarbeit mit den Bamberger Symphonikern, Auftritte an den Salzburger Festspielen und dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival sowie Tourneen in Europa und den USA zeugen davon.
Cantus ist ein vielseitiges Ensemble, dass sich zunächst intensiv mit dem zu Zeiten der Sowjetunion vernachlässigten orthodoxen Chorgesang auseinandersetzte. Inzwischen ist das Repertoire sehr gross und umfasst, von Palestrina über Bach bis Schönberg auch grosse Teile der abendländischen Chorliteratur. Dazu hat der Chordirigent Hans Michael Beuerle (Bach-Chor und Webern-Chor Freiburg i.Br.) einiges beigetragen, der auf Wunsch von Cantus vor zwei Jahren in Uschgorod eine Bachakademie leitete.
Besonders engagiert sich Cantus für neue ukrainische und osteuropäische Chorliteratur. Anlässlich des Festivals für Zeitgenössische Geistliche Musik in Uschgorod, einer Initiative des Chors, kommt es regelmässig zu Uraufführungen.
Festival in Uschgorod
Mit zwei Uraufführungen zeitgenössischer ukrainischer Chorwerke hat der Kammerchor Cantus am 5. Mai 2006 sein 4. Festival für Zeitgenössische Musik in Uschgorod
abgeschlossen. Insbesondere die Symphonie für Chor a-cappella des jungen Oleksandr Schetinsky ist ein äusserst dichtes, anspruchsvolles und tief berührendes Werk, an dem Cantus während mehreren Monaten gearbeitet hat.. Die Uraufführung in der Uschgoroder Philharmonie wurde vom Publikum mit einer stehenden Ovation akklamiert.
Das Festivalprogramm (pdf 25kb)
Geschichte
Alle Mitglieder des Chores haben eine mehrjährige Gesangsausbildung absolviert, die meisten auch als Solisten. Seit 1992 ist Cantus ein professionelles Ensemble, d.h. dass der Chorgesang der hauptsächliche Lebenserwerb der SängerInnen ist. Dies ist angesichts der anhaltenden Krise in der Ukraine ein Kunststück. Täglich ab zehn Uhr morgens wird geprobt, der Chor gibt 100 bis 120 Konzerte im Jahr. Ausser den regelmässigen Auftritten in der Ukraine gastierte das Ensemble in Österreich, Italien, Ungarn, Slowakei, Frankreich, England, Deutschland... In der Schweiz hat Cantus seit 1999 etwa 75 Konzerte gegeben.
Radiomitschnitte wurden auf DRS 1 und DRS 2 ausgestrahlt.
Zu Beginn seiner professionellen Karriere machte sich Cantus mit der Teilnahme an internationalen Chorwettbewerben einen Namen. An der Béla-Bartòk Competition in Debrecen errang der Chor bereits 1990 den dritten Platz der Kammerchöre, am italienischen Festival "Guido d'Arezzo" 1991 den vierten Rang sowie in den Jahren 1990, 1992 und 1994 jeweils den ersten Rang am internationalen Chorfestival in Pecs (Ungarn).
Schon früh setzte sich Cantus mit abendländischer Chorliteratur auseinander. Werke von Mozart, Schubert, Bach wurden dem einheimischen Publikum präsentiert
Nach den Aufnahmen weltlicher und geistlicher Chorliteratur aus dem osteuropäischen Raum begann Chorleiter Emil Sokach in der zweiten Hälfte der 90-Jahre vermehrt auch zeitgenössische Werke zu studieren.
1999 nahm Cantus am Internationalen Festival Zeitgenössischer Chormusik in Rotenburg/Wümme (Deutschland) teil. Darauf folgten Einladungen nach Frankreich und eine Reihe von Konzerten mit zeitgenössischen Werken in der Champagne und den Pyrenäen.
Festival für Zeitgenössische Geistliche Musik - Uschgorod
In den Jahren 2001 und 2003 initiierte und organisierte Cantus in Zusammenarbeit mit dem Pianisten Joszef Örmenyi (Lemberg) sein eigenes "Festival Zeitgenössischer Geistlicher Musik" in Uschgorod und interpretierte unter anderem Werke von Arvo Pärt, Andrzej Nikodemovicz, John Tavener, Alfred Schnittke. Das Festival findet mehr und mehr nationale Bedeutung und Uschgorod erwacht aus der musikalischen Provinzialität. Im April 2004 hat Cantus unter der Leitung des Schweizer Dirigenten Simon Camartin Werke von Andrzej Nikodemoviczs und Yuri Laniuks uraufgeführt.
Bach-Akademien
In Zusammenarbeit mit Hans Michael Beuerle (Leiter des Bach-Chors und des Anton-Webern-Chors, Freiburg i.Br.) hat Cantus schon drei Projekte in Uschgorod durchgeführt. Im September 2003 wurden am Abschlusskonzert einer einwöchigen Masterclass a-cappella-Werke von Schönberg, Brahms, Schütz und Bach-Motetten aufgeführt. Im Vorfeld des Uschgoroder Festivals von 2004 organisierte Cantus mit Herrn Beuerle eine internationale Bach-Akademie. Zum Abschluss wurde vor begeistertem Publikum die Johannes-Passion aufgeführt. Im September 2005 kam Hans Michael Beuerle erneut für eine ausschliesslich Cantus gewidmete Masterclass nach Uschgorod.
Internationale Projekte
Die konsequente und vielseitige künstlerische Tätigkeit von Cantus findet inzwischen auch international Beachtung. Im Sommer 2004 wurde Cantus vom Schleswig-Holstein-Musik-Festival (SHMF)eingeladen, um gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern das Requiem von Ligeti aufzuführen. Die Konzerte unter der Leitung von Jonathan Nott fanden in Bamberg, Hamburg und an den Salzburger Festspielen statt.
Im Frühjahr 2005 trat der Kammerchor Cantus während drei Wochen in den US-Teilstaaten Oregon und Washington auf.
Aufgrund des Aufsehens, das die erste Beteiligung von Cantus am SHMF auslöste, hatte Cantus im August 2005 auch Gelegenheit, sein ukrainisches Repertoire in einem exklusiven Chorkonzert vorzustellen. Die Zusammenarbeit mit den Bamberger Symphonikern wurde bei der Gelegenheit ebenfalls fortgesetzt. Für die Aufführung der Madruga von Nodaira wurde Emil Sokach die Einstudierung übertragen. An der Symphonie "Herr der Ringe" von Howard Shore sang Cantus als Bestandteil des SHMF-Festspielchors unter der Leitung von Terry Edwards.
Emil Sokach
wurde am 25. April 1959 in Uschgorod als Sohn eines Chorleiters geboren. 1978 Abschluss des Uschgoroder Musik-Gymnasiums, anschliessend Studium zum Chordirigenten an der Staatlichen Musikakademie Tschaikovsky in Kiew bei Professor Michaïlo Kretschko. Erfolgreiche Abschlussprüfung im Jahr 1983. Ab 1986 Lehrer für Gesang und Leiter des Schülerchors des Uschgoroder Musik-Gymnasiums. Seit 1992 ist Emil Sokach musikalischer Leiter und Dirigent des professionellen Kammerchors Cantus.
Emil Sokach ist verheiratet, er hat zwei Töchter und einen Sohn. Seine Frau Marianna ist Pianistin und unterrichtet am Uschgoroder Musik-Gymnasium.
Cantus und die Schweiz
Seit 1999 hat Cantus etwa 120 Konzerte in der Schweiz gegeben. Der ukrainische Kammerchor hat hier einen aktiven Freundeskreis. An manchen Orten beteiligen sich einheimische Chöre an den Konzerten. Sie erhalten so die grossartige Gelegenheit, mit einem Weltklasseensemble zu singen. Anlässlich der Tourneen finden auch Workshops für Schweizer Chorsänger- und sängerinnen statt. Seit 2001 reisen jährlich Liebhaber osteuropäischen Chorgesangs für eine Woche nach Transkarpatien, um mit dem Chor zu proben und die Heimat von Cantus kennenzulernen.
Auskunft und Kontakt zu Cantus:
Netzwerk Schweiz - Transkarpatien/Ukraine NeSTU, Geschäftsstelle Schweiz
Frau Annemarie Steiner, Schürmatte 2, 6204 Sempach, Tel. 041 460 23 48 E-Mail: info[at]nestu.org