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Mostpresse für Nischnje Selischtsche
   

 

 

 

 

 

 

Eines der kleine Projekte von NeSTU, die konkreten Nutzen bringen: Seit Sommer 2011 steht im Dorfzentrum von Nischnje Selischtsche eine Mostpresse, die auf einem Bauernhof im Kanton Luzern nicht mehr gebraucht wurde.
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Mostpresse

Das Dorf Nischnje Selischtsche, im Bezirk Chust, 3000 Einwohner:
Schwache Infrastruktur, kaum Arbeit, aber viele Äpfel. Wunderbare alte Sorten, natürlich alles Bio, wenn auch ohne Zertifikat. Nur ein kleiner Teil der Äpfel wird für den eigenen Konsum eingelagert. Der Grossteil wird als Fallobst von Fabriken für umgerechnet 0,25 SFr./kg aufgekauft. Kleine Mostpressen sind in der Ukraine praktisch unbekannt.

Ein Gründungsmitglied von NeSTU aus dem Kanton Nidwalden hat die Initiative ergriffen und im Frühjahr 2011 bereits die dritte ausgemusterte Mostpresse nach Transkarpatien befördert. Diese grosse Bucher-Korbpresse (Alter unbekannt, mindestens 50 Jahre, vermutlich deutlich mehr) steht nun bis auf weiteres im hinteren Schulhof der Gemeindeschule von Nischnje Selischtsche. 2011 gab es wegen späten Frostes nicht so viele Äpfel wie sonst und die Initiativgruppe um den Schuldirektor und der Longo mai-Kooperative begnügte sich mit einigen Probeläufen. Aber immerhin wurden in wenigen Tagen etwa 3000l Most produziert und für das kommende Jahr soll alles schon praktischer und effizienter eingerichtet werden.

 

 

Die Presse wird genossenschaftlich genutzt; geplant ist vür 2012 der Ankauf eines Pasteurisiergeräts und von "Bag-in-Boxen", um den Arbeits- und Energieaufwand zu reduzieren. Mit der Presse können bis zu zwei Tonnen Äpfel pro Tag verarbeitet werden. Ein Liter Fruchtsaft kostet im Handel in der Ukraine umgerechnet mehr als einen Franken, und ist dann häufig noch mit Zucker versetzt!

Auf den Fotos ist die provisorische Einrichtung der Mostpresse vom Herbst 2011 zu sehen. Das Mosten ist natürlich immer auch ein geselliger Anlass!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Äpfel werden zuerst gewaschen und werden dann von Hand in die Obstmühle befördert. Das ermöglicht eine perfekte Qualitätskontrolle.

 
 
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